7 Tipps für eine optimierte Filternavigation im e-Commerce

Eine optimierte Filternavigation, auch Facettensuche genannt, gilt im e-Commerce längst als wichtiger  Faktor für einen erfolgreichen Online-Shop. Mit diesem Hilfsmittel können User sowohl auf Suchergebnisseiten als auch innerhalb von Produkt-Listings schnell zu passenden Artikeln finden. Sowohl Customer Experience als auch die Konversion werden durch die Filternavigation maßgeblich beeinflusst. Der auf PracticalEcommerce veröffentlichte Fachartikel von Armando Roggio gibt 7 nützliche Tipps für eine Best Practise Filternavigation im e-Commerce.

1. Biete für alle Unterscheidungsmerkmale entsprechende Filter!
Allen voran sollte eine gute Filternavigation den Kunden zu den Artikeln leiten, welche er sucht. Dazu ist es erforderlich zu sämtlichen Unterscheidungsmerkmalen verschiedener Produkte entsprechende Filtermöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Wenn Produkte beispielsweise in verschiedenen Größen oder Farben vorhanden sind, sollten diese in einer Facettennavigation zwingend berücksichtigt werden. Auch das Filtern nach verschiedenen Preisklassen dient dabei dem User als wichtiges Hilfsmittel.

2. Biete zusätzlich themenbasierte Filter!
Neben den Basis-Filtermöglichkeiten sollten ergänzend auch themenbasierte Filter eingebaut werden. Filter nach Kriterien wie Neuheiten, Best-Seller, Anlässe, Kollektionen oder Stilrichtungen erleichtern dem User die Artikelauswahl und dienen gleichzeitig als Beratungsinstrument.

3. Zeige die Trefferanzahl je Filteroption!
Es ist darauf zu achten, dass jede zur Verfügung stehende Filter-Schaltfläche stets mit der Anzahl zutreffender Artikel versehen ist. Filteroptionen, die zu einer leeren Ergebnisliste führen, dürfen auf keinen Fall angezeigt werden. Nach Auswahl einer Filteroption, sollten  sich neben der Produktergebnisse stets auch die zur Verfügung stehenden Filtereigenschaften samt zugehöriger Ergebnisanzahl aktualisieren.

4. Erlaube Mehrfachauswahl von Filteroptionen innerhalb eines Filterattributs!
Um verschiedene Suchintentionen zu bedienen, sollte dem potentiellen Online-Käufer die Möglichkeit gegeben werden, mehrere Filtereigenschaften innerhalb einer Produkteigenschaft zu kombinieren. So lassen sich beispielsweise alle Artikel zweier Größen (z.B. „Small“ oder „Medium“) oder zweier Farben („Schwarz“ oder „Grau“) ermitteln.

5. Zeige aktive Filteroptionen in einer Zusammenfassung sowie zusätzlich inline an!
Das Baymard Institut, ein anerkanntes Marktforschungsunternehmen, bezieht sich in seinem 500-Seiten umfassenden Bericht rund um e-Commerce-Produktlisten und -Filter auf die Darstellung aktivierter Filteroptionen. Dabei wird empfohlen, alle aktiven Filterkriterien zusammenfassend in einer Kontroll-Box anzuzeigen. Zusätzlich sollten die aktiv gesetzten Filtereigenschaften auch an der jeweiligen Stelle positioniert bleiben, an der sie der User vorab selektiert hatte (inline). Das Deaktivieren einer Filter-Einstellung sollte folglich an beiden Stellen möglich sein.

6. Sorge für eine einfache Bedienbarkeit auf mobilen Endgeräten!
Aufgrund der heutigen Nutzungsgewohnheiten der User sollte die optimierte Darstellung und Bedienbarkeit der Filternavigation auf mobilen Endgeräten unterschiedlicher Bildschirmauflösungen unbedingt beachtet werden. Einerseits ist sicherzustellen, dass die Filterfunktion auf Smartphones und Tablets leicht verständlich und andererseits einfach zu handhaben ist. Insbesondere die Eingabe per Touch-Bedienung erfordert gewisse Gestaltungsprinzipien. Schaltflächen zur Aktivierung/Deaktivierung von Filterkriterien sollten dabei mindestens eine Größe von 40 x 40px haben. Bei kleinen Bildschirmauflösungen sind des Weiteren lange Auflistungen zu vermeiden, welche durch entsprechende Akkordeon-Funktionen verhindert werden können.

7. Vermeide Duplicate Content im Suchmaschinen-Index!
Zu guter Letzt gilt es bei der Umsetzung einer Filternavigation zu verhindern, dass Suchmaschinen ein und denselben Inhalt mehrfach indexieren und sich dadurch der Duplicate Content negativ auf das Suchmaschinen-Ranking auswirkt. Insbesondere der Tatsache, dass die Filterkriterien meist über URL-Parameter die passenden Ergebnisse zurückliefern und diese in unterschiedlicher Reihenfolge aufgerufen werden können, sollte Beachtung geschenkt werden. Durch die Verwendung von Rel=“nofollow“ Links sowie zusätzlich der Canonical URLs lässt sich die Duplicate Content Problematik lösen. Ergänzend dazu sollten sitemap.xml und robots.txt entsprechend angepasst werden. Nützliche Tipps und Best Practise Konfigurationen stellt Google im Webmaster Central Blog zur Verfügung.

Quelle: PracticalEcommerce