e-Commerce 2.0: Lagerst du noch oder dropshippst du schon?

Dropshipping zählt zu den aktuellen Trends im Online-Handel. Ware, die der Kunde im Onlineshop bestellt, wird direkt vom Großhändler an den Kunden versendet – ohne Zwischenstation beim Online-Händler. Shopbetreiber können so ihr Angebot erweitern, ohne hohe Lagerkosten stemmen zu müssen und können Ware schneller liefern als die Konkurrenz. Mit innovativer Software für das einfache Management von Dropshipping wird die Distributionsart ein attraktives Werkzeug zur Erweiterung des Sortiments und des Kundenkreises – vor allem für kleinere Onlineshops.

Immer mehr Online-Händler entdecken das Dropshipping für sich. In den USA, dem Vorreiter des digitalen way of life, nutzen bereits zwei von drei Händlern das Dropshipping. Hierzulande setzt nach dem aktuellen ECC-Konjunkturindex[1] jeder vierte Händler auf die Integration solcher Absatzmittler. Hinter dem effektvollen Schlagwort Dropshipping verbirgt sich das in der Logistik altbewährte Streckengeschäft: Händler kaufen ihre Ware bei einem Großhändler und lassen diese im Falle einer Bestellung direkt an den Endkunden verschicken, ohne selbst mit dem Produkt in Kontakt zu kommen. Ein Online-Händler kauft seine Ware also nicht vorab ein und vermeidet so eine hohe Kapitalbindung, da die Ware, die er in seinem Shopsystem bereitstellt, beim jeweiligen Großhändler bzw. Lieferanten verbleibt. Geht eine Bestellung ein, wird diese direkt vom Großhändler an den Endkunden versendet.

Mehr Zeit und Geld fürs Marketing

Da beim Dropshipping auf Warenbestand verzichtet wird, entfallen hohe Lagerkosten. Weder muss entsprechender Lagerplatz gemietet werden, noch muss eine aufwendige, personalintensive Auftragslogistik organisiert und finanziert werden. Kosten für Lagerung und Eigenversand werden gespart, so dass Händler ihre Produkte günstiger anbieten können. Aber nicht nur deshalb sind Dropshipper in Sachen Kundengewinnung ihren „konventionellen“ Mitbewerbern voraus: Wer seine Produkte nicht lagert und versendet,

spart insgesamt Ressourcen. Online-Händler haben damit mehr Zeit und Geld, ihr Sortiment zu gestalten und zu vermarkten. Sie können ohne nennenswertes finanzielles Risiko große und attraktive Sortimente zusammenstellen, so dass sie, ohne zusätzliche Kosten, ihren Kundenkreis durch ein größeres Angebot erweitern können. Auch Marktnischenartikel können via Dropshipping mit minimalem Risiko ins Verkaufssortiment aufgenommen werden.

Lösungen für die Einfache Umsetzung - Dropshipping mit Magento

Das Handelsmodell ist insbesondere für kleinere Online-Händler erfolgversprechend – und mit innovativer Software auch schnell zu realisieren. Wir haben ein Dropshipp-Modul für die Shopsoftware Magento entwickelt. Das Modul ermöglicht den Shopbetreibern nach dem Baukastenprinzip eine einfache Einbindung von Dropshipping-Prozessen in klassische E-Commerce-Umgebungen – auch ohne den Einsatz eines externen ERP-Systems. Dabei gewährleistet der automatisierte Austausch von Daten nach definierten Regeln zwischen Shop und Lieferantenportal, dass der Shopbetreiber den Überblick über sämtliche Handelsprozesse (Status, Lieferscheine, Versandtracking, Liefertermin) behält. Das Magento Dropshipping-Modul bündelt die Verwaltung sämtlicher Lieferantendaten (Adresse, E-Mail, zugehörige Produkte, Versandarten). Eine Schnellerfassungsmaske garantiert die effiziente Administration von Offline-Aufträgen. Ob online oder offline eingegangen – alle Bestellungen werden automatisiert in mehrere Teilaufträge je Lieferant gesplittet und an die jeweiligen Anbieter bzw. Lieferanten versendet. Diese sind via Lieferanten-Login in der Lage, ihre Bestellungen selbst zu bearbeiten und zu verwalten.

Im Frontend werden Teillieferungen in allen Shop-Templates (Warenkorb, Checkout, Bestellbestätigung, Auftragshistorie) berücksichtigt. Automatische Erinnerungsmails und die Archivierung der E-Mail-Kommunikation sorgen für einen reibungslosen Austausch zwischen Händler und Lieferant. Rechnungen werden eigenständig vom System erstellt und verschickt. Vollautomatisiert läuft ebenfalls die Zahlungsabwicklung einschließlich Debitorenmanagement ab (per Verknüpfung mit einem Payment Service Provider). Durch den modularen Aufbau der Software ist zudem die Anbindung an Buchhaltungssysteme wie Datev möglich.


[1] Der B2B E-Commerce-Konjunkturindex ist eine Initiative der IntelliShop AG zusammen mit dem ECC Köln, Institut für Handelsforschung