eCommerce - Europa im Vergleich

Die Akzeptanz und die damit verbundenen Umsatzzahlen des Online-Handels in Europa sind weit gestreut. Großbritanien, Deutschland und Frankreich sind dabei als Top-3 eCommerce-Mächte hervorzuheben. Eine aktuelle Studie von FACT-Finder zeigt aktuelle Zahlen und bringt diverse Prognosen für das kommende Geschäftsjahr aufs Papier.

So zeigte die Studie, dass allein 70 Prozent aller Verkäufe im Internet von nur drei Ländern ausgehen, die da wären Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Dabei sind die Insulaner innerhalb der Top drei an der Spitze: Gut 48 Milliarden Euro gaben die Nutzer dort online aus, während Deutschland mit 39, 2 Milliarden Euro den zweiten Platz einnimmt, gefolgt von den Franzosen, die Güter und Dienstleistungen im Wert von 25 Milliarden Euro erwarben. Da die Staaten allesamt Nachbarn und enge Kooperationspartner sind, sollte man annehmen, dass die Online-Marketing-Kampagnen in gleicher oder ähnlicher Weise funktionieren; doch die Analysten fanden heraus, dass genau das eine Fehleinschätzung zu sein scheint.

Offenbar lassen sich Strategien, die in Frankreich die Anwender zur Brieftasche greifen lassen, in Deutschland oder Großbritannien kaum nachahmen. Zudem haben die Käufer innerhalb der Nationen kaum Vertrauen zu Anbietern aus den Nachbarländern und kaufen somit fast nur innerhalb der eigenen Grenzen. Und dieses Verhalten, so die Experten, sei nur schwer zu durchbrechen, denn gerade für kleinere Shopping-Portal-Betreiber sei es durch extrem diverse Rahmenbedingungen nach wie vor eine große Herausforderung europaweit zu agieren – man bleibt also bislang doch eher unter sich. FACT-Finder prognostiziert für das kommende Jahr, dass französische Retailer sich hauptsächlich auf genau diesen Aspekt – Internationalisierung – stürzen werden, während die UK-Anbieter mehr auf die Aufstockung des Einkaufserlebnisses durch Rich Media setzen könnten. In der Bundesrepublik indes könnte der eCommerce in Zukunft ein immens wichtiger Treiber für die, traditionell mit angezogener Handbremse fahrende, Binnennachfrage werden. Durch die wachsende Bedeutung des Internet-Handels auf dem ganzen Kontinent könnte sich eine Ausweitung der Aktionsradien von Anbietern schon bald schneller entwickeln, hofft Mathias Duda von FACT-Finder. Es sieht also wohl mittelfristig doch nicht so schlecht aus in Sachen EU-weites Online-Shopping.

Quelle: ecin