eCommerce - Wegweiser 2011

Eine topaktuelle Studie untersucht anhand der 1.000 größten Online Shops in Deutschland den aktuellen Stellenwert des eCommerce Segments. Interessante Aussagen über die beliebtesten Zahlungsmethoden sowie die Anbindung an soziale Netzwerke und vieles mehr verrät diese Studie.

Die Studie "Der deutsche eCommerce-Markt 2010", eine Marktstudie der 1.000 größten Online-Shops für physische und digitale Güter, basiert auf einer ausführlichen Untersuchung und einer Online-Befragung, die der Forschungsbereich eCommerce des EHI gemeinsam mit dem Hamburger Statistikunternehmen Statista zum zweiten Mal durchgeführt hat.

Die aktuellen Zahlen belegen, dass der deutsche eCommerce-Markt mit rund 20 Mrd. Euro der wichtigste Umsatztreiber des Versandhandels ist.

Umsatzverteilung und Produktsegmente

Die Top 1.000 der Online-Shops erwirtschafteten einen Gesamtumsatz von rund 20 Mrd. Euro. Davon entfielen auf die Top 10 der Online-Händler 6,2 Mrd. Euro Umsatz , was einen Anteil von fast 31 Prozent ausmacht. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Anteil um 4 Prozent gewachsen. Auch bei den Top 100 Shops macht sich eine zunehmende Konzentration bemerkbar. Mit 13,9 Mrd. Euro oder einem Umsatzanteil von fast 70 Prozent hat sich der Anteil sogar um 5 Prozent erhöht. Die Top 500 schließlich halten einen Anteil von 94,1 Prozent, was einen Umsatz in Höhe von 18,8 Mrd. Euro bedeutet.

Die Generalisten, das sind Händler, die mindestens 5 Produktsegmente anbieten, realisierten 6,65 Mrd. Euro oder 33,2 Prozent des Online-Umsatzes. Mit Computern, Unterhaltungselektronik, Handys und Zubehör wurden 2,14 Mrd. Euro oder 10,7 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet. Der Online-Handel mit Bekleidung, Textilien und Schuhe brachte einen Umsatz von 1,95 Mrd. Euro und hielt damit einen Anteil von 9,7 Prozent.

Vorkasse und Kreditkarte vorn

Das am häufigsten angebotene Bezahlverfahren stellt im Online-Handel mit 68,5 Prozent die Vorauskasse dar, gefolgt von Zahlung per Kreditkarte (67,1 Prozent) und Nachnahme (59,0 Prozent). PayPal (50,3 Prozent), Lastschriftverfahren (39,3 Prozent) und Zahlung auf Rechnung (37,7 Prozent) sind weitere häufig angebotene Verfahren. Die meisten Online-Shops bieten mehrere Zahlungsverfahren an.

Social Media entwickelt sich

Auch bei vielen Online-Händlern gehören Social Media inzwischen zum Portfolio der Kundenbindung. 33 Prozent der Shops haben ein Facebook-Profil, 21 Prozent verfügen über einen Twitter-Account. Es lässt sich erwarten, dass hier sehr schnell weitere Händler die Verzahnung zu Facebook etc. in die Wege leiten und das Innovationspotential durch Produkt- bzw. Shopbewertungen der Kunden nutzen werden.

Beim Thema Transparenz haben einige Online-Shops noch Nachholbedarf. 43 Prozent kommunizieren ihre Versandarten auf ihrer Website nicht oder nicht deutlich.
Das Gütesiegel  EHI Geprüfter Online-Shop erfreut sich bei den 1.000 größten Online-Händlern zunehmender Beliebtheit. Aktuell vertrauen 28 Prozent der Online-Händler auf die positive Wirkung des Gütesiegels. Diese Händler erwirtschafteten 37 Prozent des Marktumsatzes.

Die Analyse der Online-Shops wurde von September bis Dezember 2010 durchgeführt. Die Angaben zu den Umsätzen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2009. Die komplette Studie Der deutsche eCommerce-Markt 2010, inklusive einer umfangreichen Excel-Datenbank mit allen erhobenen Merkmalen, ist ab dem 18.01.2011 erhältlich: handelsdaten.de

Quelle: EHI Retail Institute