Kundenansprache durch Web 2.0 Technologien in Online-Shops

Das Potential von Web 2.0 wird nur begrenzt von Shopanbietern im Internet ausgeschöpft. So lautet das Ergebnis einer Studie von novomind. Jeder zweite Anbieter im Internet vernachlässigt Web 2.0 Technologien. Wir sprechen hier seit langem nicht mehr von Trends, sondern von einer ernstzunehmenden Kundenbindungsmaßnahme, die zudem das Interesse der Kundschaft weckt, einen Kaufanreiz bietet und sie zur Interaktion antreibt.

Dass die Natur des Internets nicht nur Präsentation und Vertrieb, sondern weitaus vielfältigere Optionen für den Verkäufer eröffnet, hat sich offenbar noch nicht überall herumgesprochen. So mahnen Experten an, dass Kunden heutzutage gerne Erfahrungen austauschen, Produkte bewerten und Verbesserungsvorschläge machen. Web 2.0-Applikationen eröffnen hier auch der Angebotsseite eine soziale Komponente des eShoppings, von der beiden Seiten profitieren können. So können Internetfunktionen, die den Kunden in der Vor- und Nachkaufphase unterstützen, als Quelle für nützliche Informationen über Käuferverhalten dienen. Obendrein können die Anwender der Web-Shops selbst zu Botschaftern einer Marke gemacht werden, meinen Beobachter. Dafür seien, abhängig von der jeweiligen Branche des Unternehmens, unter Umständen auch Blogs geeignet.

Grundvoraussetzungen, um im Wettbewerb der Shopping-Portale nicht unterzugehen, seien allerdings eine breite Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten, funktionierende, übersichtliche Suchfunktionen und Einblicke in Bewertungen und Rezensionen Dritter.

Doch auch wenn die Umstellung auf eine zeitgemäße Web 2.0-Webseite gelungen sei, bleibe ständige Anpassung Pflicht. Der Trend weist eindeutig hin zu Portalen, die strukturell sehr stark an soziale Netzwerke erinnern. Die interne Kommunikation der Teilnehmer in diesem Netzwerk fördert virales Marketing und dient als Informationsquelle über Kundenwünsche. Fraglich ist jedoch, bei wie vielen Plattformen und Netzwerken ein Internet-Kunde mittelfristig teilnehmen kann und will. Schon jetzt haben die meisten Nutzer der jüngeren Generation oft fünf bis sechs Konten bei diversen eCommunities.

Quelle: ECIN