Smartwatch-Studie: Nützliche Features oder reine Spielerei?

Seit dem 24. April 2015 ist nun endlich die sehnsüchtig erwartete Apple Watch auf dem Markt. Natürlich sind mit ihr viele Fragen in Bezug auf die Smartwatch aufgetaucht. Eine aktuelle Studie der Online-Plattform usabilityblog.de liefert interessante Fakten, was deren Akzeptanz & Nutzungsgewohnheiten betrifft.

Die Smartwatch-Studie zeigt ein großes Interesse an Smartwatches. Die Hälfte aller Befragten gab an, entweder bereits eine Smartwatch zu besitzen oder deren Anschaffung bereits geplant zu haben. Überraschend dabei ist auch das Interesse der Zielgruppe der über 50-jährigen, welches  noch bei über einem Drittel liegt. Die meisten Käufe einer Smartwatch tätigten Personen zwischen 31 und 40 Jahren. Geplant wird eine Anschaffung am Häufigsten bei den 21 bis 30-jährigen.

Derzeit werden die Eigentümer einer Smartwatch noch als „Early Adopter“ bezeichnet. Der bedeutendste Grund für eine Anschaffung ist die Neugierde und das Interesse an neuer Technologie. Außerdem gibt es auch praktische Gründe für die Nutzung von Smart Watches. Vor allem die praktischen Hilfsmittel im Fitness-Bereich sowie das bequeme Abrufen von Nachrichten werden als häufige Kaufargumente hervorgebracht.

Von den meisten Besitzern wird die Smartwatch jeden Tag getragen. Selbst 38,5 % tragen ihr Device auch in der Nacht. Die Nutzungshäufigkeit ist bei der Android-Smartwatch etwas niedriger als bei der Apple Watch. ¾ der Befragten gaben an, ihre Smartwatch überwiegend als Schrittzähler und Fitnesstracker zu verwenden. Fast genauso sieht es mit dem Schreiben von Nachrichten, etwa via Whatsapp und SMS, aus.

Des Weiteren zeigt die Onlinebefragung, dass mit 95,5% aller Befragten Smartwatch-Nutzern eine Zufriedenheit mit dem Produkt vorherrscht. Erwähnenswert ist dabei die Tatsache, dass  88,5 % der Apple Watch-Nutzer, jedoch nur 68,3 % der Android Wear Ihre Zufriedenheit („vollkommen zufrieden“ oder „zufrieden“) äußerten.

Damit Smartwatches auch die breite Masse der Gesellschaft erreichen, spielt die Weiterempfehlungsbereitschaft eine entscheidende Rolle. Der so genannte „Net Promoter Score“ (die Differenz zwischen Promotern und Kritikern) liegt bei der Smartwatch aktuell bei erstaunlichen +49. Dies ist ein wirklich beachtlicher Wert.

Ferner hagelte es Kritik gegen die Hardware: Probleme mit Verbindungsabbrüchen, niedriger Akkulaufzeit und dem Tragegefühl der Uhr zählen zu den häufigsten Kritiken. Außerdem zeigt die Smartwatch-Studie auf, dass vor allem bei der Bedienbarkeit noch Verbesserungsbedarf besteht.

Fazit

Aktuell sind wirklich hilfreiche und sinnvolle Smartwatch-Anwendungen noch relativ selten. Die meisten Apps sind aktuell nicht mehr als coole Technologie-Demos, ohne tatsächlichen Nutzen. Da die meisten Funktionen zum Bereich Fitness zählen, wird die Smartwatch in Zukunft vor allem den reinen Fitness-Trackern den Rang ablaufen.

Zur vollständigen Studie von usabilityblog.de