Was ist Headless Commerce?
Bei einer Headless Commerce-Architektur sind User Interfaces, wie Shop Frontends, Chatbots oder Voice Skills von den Backend-Prozessen und der Business-Logik, wie Checkout-Logiken, Produktkatalog, Werbeaktionen und Zahlungspro-zessen, entkoppelt. Durch die vollständige Trennung von Frontend und Backend, der Business-Logik und den Daten, gibt Headless Commerce den Frontend-Entwicklern die Autonomie, die sie benötigen, um flexibel und schnell Änderungen vorzunehmen, ohne andere Elemente der Plattform zu beeinträchtigen. Eine Headless-Architektur ermöglicht es Frontend-Entwicklern beispielsweise, das Kundenerlebnis kontinuierlich zu verbessern und weiterzuentwickeln, ohne von der Backend-Commerce-Plattform stark abhängig zu sein oder diese zu beeinflussen. Dies bedeutet schnellere Release-Zyklen mit weniger Regressionstests. Desweitern wird das Risiko, dass Änderungen an anderer Stelle unbeabsichtigte Folgen haben könnten, reduziert. Umgekehrt können Erweiterungen der Backend-Commerce-Funktionen ohne Angst vor einer Beeinträchtigung der Customer Experience umgesetzt werden.

Neue Frontend-Technologien
Durch einen Headless Ansatz profitieren Unternehmen von hohen Freiheitsgraden bei Gestaltung der Customer Experience rund um einen bestimmten Touchpoint. Als Basis für die Frontend-Entwicklung dienen hier in der Regel vordefinierte Einstiegspunkte verschiedener Geräte-Ökosysteme sowie praxisetablierte Frameworks. Sobald eine Technologie-Architektur vorhanden ist, die den Prinzipien des Headless Commerce folgt, sollte eine Reihe spezifischer Design-Prinzipien aufgestellt werden, um einen produktiven UX-Design-Prozess zu unterstützen. Diese können auf generischen Designansätzen wie Material- und Atomic Design basieren und durch spezifische Touchpoint-Designrichtlinienerweitert werden. Hierzu zählen zum Beispiel der Alexa Voice Design Guide oder die iOS Human Interface Guidelines.






