3 Gründe, warum Headless Commerce die Zukunft ist

Ein kopfloses Shop-System oder CMS klingt zunächst nicht unbedingt vertrauenswürdig. Was unterscheidet also einen Headless-Lösungsansatz von einem gewöhnlichen?

Traditionelle Architektur vs. Headless Commerce

Altbekannte e-Commerce- und CMS-Systeme wurden entwickelt, als wir noch weit entfernt von Multi-Channel Lösungen waren. Inhalte wurden zunächst ausschließlich für Desktop, dann für mobile Devices wie Smartphones oder Tablets konzipiert und gepflegt. Klassische Systeme übernehmen gleichzeitig auch die Frontend-Ausgabe der Inhalte. Ein traditioneller Ansatz stößt jedoch bei der Vielzahl von unterschiedlichen Touchpoints wie Wearables, Mobile Apps, augmented und virtual Reality oder Smart-Home-Technologien schnell an seine Grenzen. Die Darstellung des bereitzustellenden Contents muss auch für diese Anwendungen optimiert sein.

Zusätzlich steigen die Anforderungen an die User Experience stetig an. Der User muss wann, wo und wie er möchte auf Inhalte zugreifen können. Daher ist es entscheidend, dass Unternehmen ihre digitalen Kanäle effektiv und kundenfreundlich gestalten. Die Usability muss auf allen Kanälen eine hohe Qualität haben.

Um Kunden also über alle Touchpoints eine einzigartige Customer Journey zu bieten, benötigen Unternehmen eine moderne eCommerce Plattform. Eine Headless Commerce-Lösung trennt Frontend und Backend und ermöglicht über eine intelligente API die einfache Integration von Drittsystemen. Dieser Ansatz ermöglicht es, schnell und flexibel Innovationen umzusetzen.

 

3 Gründe für Headless Commerce

1. Flexibilität

Der sogenannte „API first”-Ansatz ermöglicht einfachere Integrationen zu Drittanbietern. Durch intelligente API’s können sich Developer auf die Entwicklung fokussieren und müssen sich nicht weiter mit der Darstellung von Inhalten beschäftigen. Durch diese Art der Anbindung können Inhalte zentral aus dem Backend für das Ausspielen auf jedem Device bereitgestellt und optimiert dargestellt werden. Außerdem bietet Headless Commerce hohe gestalterische Flexibilität für das Frontend. Es werden Frontend-Frameworks genutzt und der benötigte Content wird via API-Schnittstelle eingebunden.

2. Geschwindigkeit

Die skalierbare, entkoppelte Auslieferung von Inhalten ermöglicht die optimale Anpassung an neue Devices und den Switch zu neuen Technologien. So wird auch die Time-to-Market reduziert, da das Headless in der Lage ist, die Inhalte so auszuspielen wie es der entsprechende Kanal benötigt. Das Konzept bietet auch eine zukunftssichere Variante: Das Frontend kann jederzeit angepasst werden, ohne dass das Backend-System komplett neu aufgesetzt werden muss.

3. Personalisierung & Anpassung

Durch den modularen, flexiblen Aufbau einer Headles Commerce können Inhalte wiederverwendbar gemacht werden und sind unabhängig vom Kanal nutzbar. Das spart Zeit und fördert die effektive Erstellung von Inhalten.

 

Die Trennung zwischen Backend und Frontend sorgt außerdem für mehr Stabilität und Skalierbarkeit der Umgebung. Bei unerwarteten Problemen des Backends bleibt das Frontend dennoch verfügbar. Doch hier ist nicht nur Erreichbarkeit, sondern auch Geschwindigkeit ein Thema. Die Trennung von Inhalten und Auslieferung ermöglicht den Systemen optimale Performance. Da eine Headless-Architektur entkoppelt ist, sind zudem Integrationen kein Pauschalangebot mehr. Man entscheidet sich nur für Anbindungen die tatsächlich benötigt werden.

How to become Headless: Beispiel zur Umsetzung

Das oberste Ziel im E-Commerce ist immer die perfekte Customer Journey. Man möchte dem User ein Frontend bieten, welches relevanten Content mit Commerce in optimal vereint. Mit Drupal 8 und Magento 2 besteht nun dank offenen Schnittstellen die Möglichkeit, die Systeme „Headless“ zu betreiben. Frontend-Designer können sich ganz auf das Userinterface und dessen Mehrwert konzentrieren. So betreibt man also 3 Instanzen in diesem Szenario unabhängig von einer und trotzdem verbunden: Drupal, Magento und das Frontend.

Betreiben Sie beispielsweise einen Online -Shop und wollen Ihren Kunden zu einer bestimmten Kampagne personalisierte Inhalte, die sich aus den Kaufgewohnheiten des Users generieren via Landing Page offerieren, geht dies nur via Storytelling mit den Informationen aus dem Kundenkonto. Produkte und Rabatte werden hier aus Magento übertragen und mit den Informationen aus dem Konto des Users gematcht. Daten die der Kunde an Sie übermittelt werden direkt in das verwendete CRM übertragen. Wird ein Produkt gekauft, kann der der Checkout via API an Magento übergeben werden. Danach landen die Daten im CRM- und ERP-System, während das Nutzerprofil upgedatet wird. So kann der Kunde auch beim nächsten Mal individuell angesprochen werden. Dabei ist es egal welches Device der Kunde nutzt: Desktop, Smartphone oder eine Voice Applikation.

Must have: Darum ist Headless Commerce so wichtig

Schon bald wird man nicht mehr an Headless Commerce Framework-Lösungen vorbeikommen, um schnell und effizient auf neue Trends und Kundenanforderungen reagieren zu können. Durch die Trennung von Frontend und Backend erhält man mehr Flexibilität sowie einfache Erweiterbarkeit der gesamten Systemumgebung.

Für wen ist Headless Commerce geeignet?

Headless Commerce bietet zwar viele Vorteile, allerdings ist dieser Ansatz dennoch nicht die pauschale Lösung für alle. Eine Framework Lösung ist anspruchsvoller zu implementieren, meist teurer und bietet weniger Out-of-the-Box-Funktionalitäten. Sollen allerdings unterschiedliche Kanäle bespielt und der Content für verschiedene Devices von Desktop über Smartphone bis Voice-Tool verwendet werden, ist eine Headless Commerce Lösung besonders empfehlenswert. Sie bringt in diesem Fall mehr Flexibilität und Agilität. Außerdem muss der Content nur einmal erstellt werden. Anschließend kann dieser von einem zentralen System auf den unterschiedlichen Kanälen und Touchpoints publiziert werden.

UX first

Letztlich geht es darum, folgende Anforderung zu erfüllen: Ob Website, Online-Shop oder andere E-Commerce-Plattform – die Qualität des Contents muss stimmen, er muss einwandfrei dargestellt werden, schnell laden und zudem bestenfalls noch personalisiert sein – egal welches CMS und/oder Shop-System im Hintergrund operiert.